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ra mit auf den Gipfel nehmen zu müssen. Es gibt
eine wichtige Differenzierung: Es gibt nichts Schö-
neres, als allein reisen zu dürfen, aber nichts
Schlimmeres als allein Reisen zu müssen. Wenn
ich allein unterwegs sein wollte, war es grandios,
aber oft war ich einfach dankbar für die Beglei-
tung, weil es etwas Schönes ist, so etwas gemein-
sam zu erleben.
Haben Sie eine spezielle Ausrüstung, die
immer mitmuss, oder entscheiden Sie von
Berg zu Berg? Ich entscheide tatsächlich spontan.
Natürlich spielen die Höhenmeter eine Rolle. Wie
lang und wie weit ist der Zustieg? Bei langen Über-
schreitungen, bei denen ich noch Steigeisen und
Seil dabeihabe, nehme ich manchmal nur noch die
APS-C-Kamera und drei bis vier Festbrennweiten
und vielleicht noch ein Weitwinkelzoom mit.
Wenn ich es tragen kann, ist meine feste Ausrüs-
tung, an der ich auch nichts verändere: meine
Mittelformatkamera, die GFX, das 20–35 mm Weit-
winkelzoom, das 35–70 mm als superleichtes Stan-
dardzoom und das 100–200 mm, um im Telebe-
reich flexibel zu sein.
Ihre Lieblingsausrüstung ist Fujifilm? Ja.
Ich habe die größte der APS-C-Kameras, die H2-S,
weil sie durch das größere Gehäuse perfekt in der
Hand liegt. Sie ist schnell, robust, ich kann damit
filmen und sie hat einfach den besten Sucher aller
Fujifilm-APS-C-Kameras – und das allein dadurch,
NEUSCHWANSTEIN METEORA
Märchenhafter und Insgesamt 24 Klöster dass der Sucher größer ist. Zum Arbeiten, also,
verträumter kann gehören zu der un- wenn man das Ding nicht nur gelegentlich mal
man eine Burg mit wirklichen Anlage
Telefonanschluss in Thessalien, Grie- hernimmt, sondern über mehrere Tage, spielt ein
nicht am Füße der chenland. guter Sucher durchaus eine wichtige Rolle.
Alpen bauen.
Gibt es noch besondere Berge, die Sie
gern bereisen würden? Mir fehlen schon noch
ein paar Traumberge, die ich damals wahnsinnig
gern bestiegen hätte, aber bei denen ich nicht
weiß, ob ich jetzt noch hochkomme. Ich würde
„Es gibt nichts Schöneres, als beispielsweise gern einmal auf den Alpamayo in
Peru gehen, knapp 6.000 Meter hoch. Ein kleine-
allein reisen zu dürfen, aber
res Traumziel erfülle ich mir nächstes Jahr: der
nichts Schlimmeres, als allein Ruwenzori in Uganda, Afrika. Aber die Kunst ist
jetzt einfach das vorsichtige, achtsame Differen-
reisen zu müssen.“ zieren: Was mute ich meinem Körper zu, was ist
noch möglich, wie weit kann ich mit der körperli-
chen Leistungsfähigkeit und gleichzeitig auch mit
der ausreichenden Puste und Kraft gehen, um gute
Bilder zu machen?
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